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Babesiose (Piroplasmose) BeispieldatenDefinition/Ätiologie Der Erreger ist ein Protozoe, wobei Babesia canis der am häufigsten diagnostizierte der drei Erregertypen ist. Die Erreger werden durch bestimmte Zecken (Rhipicephalus sanguineus, Dermacentor spec., Hyalomma, Haemophysalis) beim Biss übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 10 Tagen bis wenigen Wochen gelangt die Krankheit zum Ausbruch. Nach der Infektion vermehrt sich der Einzeller in den Erythrozyten und verursacht dadurch eine schwere Anämie. Auch kann dadurch zusätzlich ein Ikterus auftreten. Der Parasit kann nicht ausserhalb des Hundes oder der Zecke überleben. Zudem muss die Zecke zwei bis drei Tage an einem infizierten Hund saugen, um selbst infiziert zu werden. Symptome Akut infizierte Hunde (und Katzen) sind unlustig, schwach und verweigern das Futter (Anorexie). Sie haben blasse Schleimhäute (z.B. an den Lefzen, Augenlidern und Zunge) und leiden oft unter Fieber. Oft wird der Absatz von sehr dunklem Urin (Hämaturie) beobachtet. In befallenen Gegenden sind vor allem Welpen und junge Hunde infiziert. Die Krankheit kann nicht von einem Tier zum anderen übertragen werden. Nur durch Bisse von infizierten Zecken kann eine Ansteckung erfolgen. Bei Welpen bis zu einem Jahr kann eine Reihe von Krankheitsausbrüchen bis zur Ausbildung einer Immunität festgestellt werden. Sowohl Welpen als auch erwachsene Hunde, die betroffene Gegenden besuchen, können sich infizieren, da sie noch keine entsprechende Immunität ausgebildet haben. Verbreitung Babesiose beim Hund ist über die ganze Welt verbreitet. Sie war immer in Südeuropa vorhanden und scheint sich jetzt nach Norden in Richtung Frankreich und Deutschland auszubreiten. Genauere Details sind über die Homepage des BVET zu erfahren. Gefahr für den Menschen Keine Zoonose. Diagnose / TherapieDie Diagnose erfolgt durch einen Blutabstrich. Zur Zeit sind erst wenige Medikamente zu einer Therapie in der Schweiz zugelassen. ProphylaxeAlle Ektoparasitika mit guter Zeckenrepellentwirkung sollten vor Reiseantritt und ganz wichtig auch während dem Urlaub regelmässig aufgetragen werden. Verschiedene Arten von Zecken sind Überträger, die häufigste ist Rhipicephalus sanguineus, die braune Hundezecke. Sollte sich dennoch einmal eine Zecke ansaugen, ist es wichtig, diese möglichst rasch manuell zu entfernen. Schnittstelle Pharmazeut/Tierarzt Diagnose und Therapie erfolgen durch den TA. Wird einem Pharmazeuten ein Hund wegen Abgeschlagenheit vorgestellt, sollte in der anamnestischen Aufarbeitung auf alle Fälle nach der Möglichkeit eines Zeckenbisses und einem vorgängigen Aufenthalt in einem Endemiegebiet gefragt werden. Prophylaktisch werden in der Apotheke Ektoparasitika mit Zeckenwirkung abgegeben, wobei den «Pour-On» Produkten Vorzug gegeben werden soll gegenüber Halsbändern. Zudem sollte der Besitzer auf die Gefahren und die ersten Symptome einer Babesiose aufmerksam gemacht werden. |
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