Zystitis Beispieldaten

Ätiologie

Die häufigste Ursache für Zystitis beim Hund ist eine bakterielle Infektion. Allerdings gibt es auch andere Ursachen wie Blasensteine, Kälte, Tumoren oder auch genetische Defekte wie ein Divertikulum.

Symptome

Dysurie, Hämaturie begleitet von Harnabsatz in der Wohnung gelten als Leitsymptome.

Diagnose

Eine Vorgeschichte mit Hämaturie, Dysurie und einer erhöhten Frequenz des Urinabsatzes lassen eine bereits eine Verdachtsdiagnose zu. Bestätigt und verfeinert werden kann diese durch eine Urinanalyse und -kultur oder durch die Untersuchung des Harnsediments. Bei der Palpation der Blase können eventuelle Harnsteine meistens erfühlt werden.

Daneben stehen Röntgenbilder und Ultraschall als weiterführende Diagnostika zur Verfügung.

Therapie

Die Therapie hängt von der Ursache ab. Infektiöse Zystitiden werden mit Antibiotikagaben während mindestens 6 Tagen behandelt. Die Behandlung der Steine ist unter Blasensteine beschrieben. Gutartige Blasenpolypen werden chirurgisch entfernt. Es ist jedoch schwierig, bösartige Blasentumoren erfolgreich zu behandeln.  Ein Divertikulum sollte chirurgisch entfernt werden.

Schnittstelle Pharmazeut/Tierarzt

Es macht wenig Sinn, ohne Bestimmung der Ursache eine Zystitis zu behandeln. Weshalb die Behandlung erst nach Absprache mit dem Tierarzt begonnen werden sollte.